Köln nutzt Bundesförderung für moderne Sportinfrastruktur
Die Stadt Köln setzt bei der dringend notwendigen Sanierung ihrer in die Jahre gekommenen Sportstätten auf die sogenannte „Sportmilliarde“ des Bundes. Per Dringlichkeitsentscheidung des Rates reichte die Stadtverwaltung gerade noch rechtzeitig vor Fristablauf die erforderliche Interessenbekundung ein. Insgesamt wurden elf förderfähige Projekte mit prognostizierten Gesamtkosten von rund 30 Millionen Euro identifiziert – darunter auch die Generalsanierung der Sportfreianlage Stresemannstraße in Köln-Finkenberg.
„Dass es gelungen ist, die Interessenbekundung noch fristgerecht einzureichen, ist ein wichtiges Signal für Porz“, erklärt Bettina Jureck, SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV Porz. „Gerade in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf brauchen wir moderne, gut ausgestattete Sportanlagen. Eine Bundesförderung würde uns die Chance geben, notwendige Investitionen endlich umzusetzen und gleichzeitig die Stadt finanziell zu entlasten.“
Die örtliche Bezirksvertreterin Jutta Komorowski unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den Stadtteil: „Die Sportfreianlage Stresemannstraße ist für Schulen, Vereine und viele Familien in Finkenberg unverzichtbar. Mit der schon für das 2. Quartal 2020 versprochenen Sanierung schaffen wir zeitgemäße, sichere und attraktive Bedingungen für den Sport vor Ort und stärken damit den sozialen Zusammenhalt im Quartier.“
Mit der geplanten Generalsanierung der Sportfreianlage Stresemannstraße die Stadt Köln nachhaltig in eine moderne Sportinfrastruktur und setzt ein deutliches Zeichen für den Schul- und Vereinssport in Finkenberg. Die Grundlage für das Projekt bildet ein Beschluss des Sportausschusses zur zweiten Prioritätenliste (2018–2020) für die Umwandlung von Tennen- in Kunststoffrasenplätze. Die Bezirksvertretung Porz hatte die Verwaltung bereits 2019 mit der Planung und Kostenberechnung für die Generalsanierung der Anlage beauftragt. Sämtliche erforderlichen baurechtlichen Genehmigungen liegen vor.
Die Sportfreianlage im Sozialraum Porz-Ost / Finkenberg / Gremberghoven / Eil wurde 1979 errichtet und befindet sich im Eigentum der Stadt Köln. Sie umfasst ein Tennen-Großspielfeld mit veralteter Trainingsbeleuchtungsanlage, eine Wettkampfanlage Typ C mit Tennen-Laufbahn sowie ein Tennen-Kleinspielfeld. Die Anlage wird intensiv vom Vereins- und Schulsport der angrenzenden Gesamtschule genutzt und ist ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Stadtteil.
Im Zuge der Generalsanierung soll das Tennen-Großspielfeld durch einen modernen Kunststoffrasen mit Sand-/Korkgranulat-Verfüllung ersetzt werden, ergänzt durch Ballfangzäune an den Kopfseiten. Die stark sanierungsbedürftigen Leichtathletikanlagen werden in enger Abstimmung mit der Gesamtschule erneuert. Geplant sind weiterhin eine 400-Meter-Kunststofflaufbahn sowie neue Anlagen für Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoß. Auf dem bisherigen Kleinspielfeld können zwei Beachvolleyballfelder sowie ein Fußballkäfig mit Kunststoffrasenbelag entstehen.
Darüber hinaus sollen die Verkehrswege, die Trainingsbeleuchtungsanlage sowie das gesamte Drainage- und Entwässerungssystem vollständig erneuert werden. Neue Lagermöglichkeiten für Vereinsequipment und Pflegegeräte sind ebenso vorgesehen wie 28 zusätzliche Fahrradstellplätze und fünf Stellplätze für Lastenräder.
