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IHK fordert Bau der nördlichen Trassenführung

Köln, 27. Oktober. Im Zusammenhang mit der Planung der „Rheinspange A 553“ spricht sich die IHK Köln weiterhin für die nördliche Trasse und den Bau einer Brücke aus. Am Montag hatte ein Gutachter auf dem 6. Dialogforum von Straßen.NRW die nördliche Variante als umweltfachlich für nicht tragbar bewertet, weil sogenannte FFH-Gebiete betroffen seien. Ebenso ist nach Ansicht des Gutachters der Ausbau des Godorfer Knotens in Kombination mit dem Brückenbauwerk zu aufwendig und zeitintensiv. Die Anbindung an die bereits bestehende A 553 ist nicht Teil der vorgestellten Planung. Die IHK Köln hält das für einen Fehler.

 

„Der Gutachter hat nur Teilstücke gesichtet, anstatt die Schließung von Lücken und das gesamte Verkehrsnetz zu betrachten. Diese Planung würde auch nicht den Festlegungen des Bundesverkehrswegeplans entsprechen“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Köln. „Es ist aus unserer Sicht zwingend notwendig, die A 553, die A 555 und die A 59 zu verbinden und das lässt sich eigentlich nur über Godorf realisieren.“

 

Die Rheinquerung, so Soénius, ist im Bundesverkehrswegeplan das am effizientesten bewertete Verkehrsprojekt. Der Bau der A 553 bedeute für Unternehmen und ihre Beschäftigten eine erhebliche Zeitersparnis, mehr Flexibilität und eine attraktive Routenoption. Auch die Anbindung des Kölner Flughafens an das Bundesautobahnnetz könne so verbessert werden.

 

Die IHK Köln favorisiert dabei eindeutig den Bau einer Brücke. „Die sich regelmäßig verändernden Vorschriften für Tunnel bergen das Risiko, dass ein Tunnel für wichtige Teile der Wirtschaft perspektivisch nicht mehr nutzbar sein könnte“, gibt Soénius zu bedenken. „Als Industrieregion ist die regionale Wirtschaft abhängig von der Möglichkeit, auch Gefahrgut- und Schwerlasttransporte uneingeschränkt durchführen zu können.“

 

Weitere Informationen zur A553 finden Sie auf dieser Seite.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Claire Kohlmaier

    Wir Anwohner im Langeler Rheinbogen sind schon durch die umliegenden Chemiewerke mit erhöhten Luftverschmutzungen belastet. Wir brauchen nicht noch mehr Gesundheitsgefährdende Belastungen durch Gefahrentransporte und Schwerlastverkehr, sondern eher umweltfreundlich Ideen. Ich vermute, dass Herr Soenius nicht in unserem Landstrich wohnt. Unsere verbliebene restliche Landschaft ist
    Naturschutzgebiet und schützenswert und für seine Bewohner, das letzt verbliebene Erholungsgebiet in unmittelbarer Nähe, d.h. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder Inliner zu erreichen. Sehr nachhaltig!
    Wer denkt an die Lebensqualität und Gesundheit der
    Bewohner, der Kinder?

  2. dominik mainz

    Dr. Ulrich Soénius sollte sich als promovierter Historiker eigentlich darüber im Klaren sein, dass neue Straßen nicht ein Mal das Problem mit stockendem Verkehr gelöst haben. Seit dem zweiten Weltkrieg und dem darauf folgenden wirtschaftlichen Aufschwung war unsere Antwort auf Vekehrsprobleme “mehr Straßen”. Aber komischerweise nimmt mit mehr Verkehrsfläche auch der Verkehr zu, so dass wir am Ende wieder da stehen wo wir angefangen haben: im Stau!
    Gerade hinsichtlich der aktuellen Klimaentwicklung, und der aus Verantwortung gegenüber nachvollgenden Generationen gesteckten Zielen zur Einschränkung der Erderwärmung müssen wir neue Konzepte finden.
    Deswegen ist weder eine Nord- noch eine Südlösung die zu bevorzugende, sondern einzig und allein die NULLösung!

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