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PORZER FUSSBALLTICKER *** Ausgabe 05 *** 05. Oktober 2020

Inhaltsverzeichnis

SpVg. Porz 3:2-Last-Minute-Sieg beim SV Schlebusch

SV Westhoven-Ensen verliert 2:3 in FV Wiehl II

Germania Zündorf 0:2-Pleite beim FC Rheinsüd

VfL Poll 0:5-Debakel in TuS Marialinden

Prometheus Porz erspielt 2:2 bei SpVg. Flittard II

RSV Urbach schlägt Borussia Kalk II 3:1

RSV Rath-Heumar verliert 1:2 vs. VfL Poll II

SV Westhoven II 2:2 im Derby vs. TuS Langel

Mevlana Porz 3:2-Sieg bei Adler Dellbrück II

Germania Zündorf II 3:1-Erfolg beim SV Deutz 05 IV

Der Spieltag wird präsentiert:

3 : 2! Mein lieber Scholli! SpVg. Porz mit erneutem Hitchcock-Nerven-Krimi beim SV Schlebusch!

Camara, Dumlupinar und Scholz treffen “Im Bühl” – Wendt-Elf biegt Match erneut in Nachspielzeit um – Rothosen-Mentalität ist in!

Mama Mia! Der diesjährige Ligapreis für den besten Hitchcock-Krimi in den letzten Spielminuten kann bereits nach dem fünften Spieltag an die Sportvereinigung Porz verteilt werden. Nach dem Last Minute-4:3-Heimsieg gegen den FC Spich, dem Last-Last Minute-Elfmeter in Bad Honnef zum 1:1-Remis, legte die Mannschaft von Trainer Jonas Wendt gestern beim Last Minute 3:2-Auswärtssieg beim SV Schlebusch erneut nach und schaffte erneut ein weiteres Kapitel was nicht für nervenschwache Menschen bestimmt ist. In der Woche wurde die katastrophale Mannschaftsleistung von Bad Honnef ordentlich aufgearbeitet und die Trainercrew zog die Trainerzügel ordentlich an.

Im Gegenzug dafür zahlte die Mannschaft gestern alles auf Heller und Cent zurück und konnte so den guten 3. Tabellenplatz weiter für sich beanspruchen. SpVg-Trainer Jonas Wendt musste seine Mannschaft umstellen, denn Thomas Mikhail und Rick Mickael Ella standen wegen ihrer Sperren aus dem letzten Spiel in Bad Honnef nicht zur Verfügung. Außerdem fällt Aytekin Kanli wegen eines Bänderrisses noch längere Zeit aus. Die Mannschaft dominierte von Beginn an die Begegnung und hatte den SV Schlebusch fest im Griff. Bei gut 70%-igem Ballbesitz hatte man die Spielhoheit und agierte mit einem mutigen Pressing das Match.

Durch zum Teil hohes Anlaufen wurde die Mannschaft von Trainer Stefan Müller immer wieder unter Druck gesetzt, was Ballverluste der Gastgeber zur Folge hatte. So war dann die 0:1-Führung in der 31. Min. auch eine logische Folge der Überlegenheit. Auf der rechten Seite hatte sich Michael Kessel mustergültig durchgetankt, flankte maßgerecht auf den in der Mitte frei postierten Amadou Camara der den Ball technisch versiert annahm und per Direktschuss zum Führungstreffer in den Schlebuscher Maschen unterbringen konnte. Die Wendt-Elf blieb auch danach spielbestimmend, verpasste es aber fahrlässig weitere Treffer nachzulegen. Das machte dann der Gastgeber, der in der 34. Min. zum bis dato überraschenden 1:1-Ausgleichstreffer kam.

SpVg-Sturmtank Amadou Camara erzielte mit dem 1:0-Treffer sein erstes Saisontor für die “Rothosen”

Mit einem feinen Pass durch die Porzer Schnittstelle wurde der durchstartende Tim Herbel in Szene gesetzt, der keine Mühe hatte das Leder über die Torlinie zu bugsieren. Der Gegentreffer tat dem Spiel der SpVg. überhaupt nicht gut, die Elf verlor fortan an Spiellinie und lief in vielen Aktionen hinterher. Die Hausherren erkannten das Manko der Gäste und setzten mit ihrer ganzen Erfahrung nach. Kurz vor der Pause rettete Spvg-Keeper Dominique Mittenzwei in einer 1:1-Situation gegen einen durchgebrochenen Schlebuscher Akteur sensationell und verhinderte so den möglichen Pausenrückstand.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierten sich die „Rothosen“ gut erholt, verbessert und knüpften an die gute Anfangsphase der Begegnung an. Zunächst musste aber der gut aufgelegte Porzer Keeper Mittenzwei zwei Möglichkeiten des SVS entschärfen (47./51.). Danach hatte der Gastgeber erneut dem lauffreudigen Pressing-Stil nicht viel entgegenzusetzen und war mit mehr Defensivaufgaben beschäftigt, wie ihnen lieb sein konnte. So waren die Gäste zwar weiter spielüberlegen, konnten aber keine klaren Torchancen kreiieren. Als der SV Schlebusch dann in der 84. Min. das 2:1 erzielte, gab es auf Seiten des Gastgeber kein Halten mehr, sicher auch im Bewusstsein, dass dieses Tor sicherlich nicht dem Spielverlauf entsprach.

Ausgangspunkt des Schlebuscher Treffers war ein einfacher Porzer Ballverlust in der Schlebuscher Hälfte. Der SVS spielte die Balleroberung blitzschnell zielgerichtet aus und im Porzer Strafraum hatte Joel Lombardi keine Mühe, die erstmalige Schlebuscher 2:1-Führung herauszuschießen. Die Partie war damit ein wenig auf den Kopf gestellt, doch die Gäste besannen sich weiter auf ihre enorme Mentalitätsstärke, was sie in den letzten Begegnungen besonders ausmacht. Die Equipe konnte sich mit dem Rückstand nicht anfreunden und legte noch ein paar Prozentpunkte zu. Der Lohn für weiteres unaufhaltsames Anrennen ließ nicht lange auf sich warten.

Nach einem Flankenball von Burak Koc war der eingewechselte Gökhan Dumlupinar völlig frei und rammte das Leder per Kopf zum 2:2 in den Schlebuscher Kasten. Doch damit nicht genug: Die SpVg. hatte noch einen Ass im Ärmel, der die Schlebuscher Bühl-Arena zum Brennen bringen sollte. Sekunden vor dem Abpfiff hatte sich erneut Koc auf der linken Seite durchgetankt, sah den frei mit gelaufenen ebenfalls eingewechselten Scholz, der dann locker und sicher das Leder zum nicht mehr für möglich gehalten 2:3 über die Schlebuscher Torlinie bugsierte.

Jetzt steppte in Schlebusch der Bär und niemanden hielt es mehr auf den Sitzen. Erneut hatte es die Sportvereinigung geschafft, sich aus einer schier aussichtslosen Lage selbst zu retten und dabei nebenbei den nächsten Hitchcock-Krimi zu schreiben. Die letzten 120 Sekunden Nachspielzeit spulten die Porzer routinemäßig ab und nach dem Schlusspfiff sank so mancher Akteur kräftemäßig ausgezehrt auf den Boden. Coach Wendt, dem ein gutes Ein- und Auswechselhändchen bescheinigt werden muss, empfängt am Sonntag mit seiner Truppe den Tabellenvierten SSV Homburg-Nümbrecht. Aber bitte nicht zum nächsten Hitchcock-Krimi…

Die SpVg. Porz hat sich zu einem echten Mentalitätsbiest entwickelt. Mit unbändigem Willen riss die Equipe in Schlebusch die Partie noch aus dem Feuer, wo Chris Scholz in der 95. Minute den Anhang in Ekstase versetzte.
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Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz):
“Tja, bei uns sind Leidenschaft und Emotion garantiert. Meine Jungs geben niemals auf. Der Sieg ist verdient. Die Mannschaft hat sich das heute richtig erarbeitet und Moral gezeigt. Und das in Schlebusch, da musst du erst mal bestehen. Ein ganz dickes Kompliment an jeden einzelnen.”

So spielte die SpVg. Porz:
Dominique Mittenzwei (TW), Jan Bruns, Tugay Düzelten, Gero Pletto (72. Gökhan Dumlupinar), Nilson Santos (79. Baran Tatu), Amadou Camara (64. Chris Scholz), Kai Bockemühl, Nico Langwald, Niklas Heidemann, Hidetake Hase, Michael Kessel (60. Burak Koc), Trainer: Michael Gouram – Trainer: Jonas Wendt – Trainer: Ignazio Giambrone

So spielte der SV Schlebusch:
Christoph Geschonneck, Patrick Paffrath, Martin Schulz, Janik Leon Ring (46. Joel Lombardi), Jan-Eric Birken (46. Noah Gonschior), Dennis Schulte, Tim Breddemann, Tim Herbel, Mustafa Uzun (90. Niklas Hammes), Sebastian Bamberg, Marcel Schulz – Trainer: Kristian Fischer – Trainer: Nicolas Hartl – Trainer: Stefan Müller

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
SpVg. Porz – SSV Homburg-Nümbrecht

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Die aktuelle Tabelle wird präsentiert:

Der Spieltag wird präsentiert:

Bittere 3:2-Schlappe! SV Westhoven-Ensen verspielt 1:2-Führung in Wiehl in den Schlussminuten!

Treffer von Raffa Prescha und Raimund Schmitz zu wenig – Olli Thoss übernimmt Interimsamt bis zur Winterpause – SVW jetzt auf Abstiegsplatz!

Beim SV Westhoven-Ensen war die anstehende Vorbereitung auf die Meisterschaftsbegegnung gegen den Tabellenletzten FV Wiehl II erst mal Nebensache. Der überraschende Rücktritt von Trainer Markus Arendt beherrschte das Gesprächsthema und die Gazetten beim SVW (siehe hierzu auch Fussballticker-Kurzinterview mit Markus Arendt). Am vergangenen Dienstag Abend stellte Arendt in einer Sitzung mit dem Vorstand sein Traineramt zur Verfügung und beendete damit seine fast 4-jährige Trainerarbeit in Westhoven.

Für den Sportlichen Leiter Olli Thoss und Sportdirektor Christian Vonthron stehen damit einige Tage und Wochen Arbeit nach einem geeigneten Nachfolger ins Haus. Zum Match in Wiehl: An der Außenlinie fungierte der Sportliche Leiter Olli Thoss als Interimstrainer. Nach Vereinsinformationen soll er das Amt zumindest bis zur Winterpause führen, ehe man in Westhoven einen neuen Coach vorstellen will. Das ein Trainerwechsel nicht unbedingt mit einer Erfolgswende zu verbinden ist, musste man auch gestern beim SV Westhoven feststellen.

Sportdirektor Olli Thoss übernimmt zumindest bis zur Winterpause das Trainer-Interimsamt beim SV Westhoven-Ensen.

Der SVW unterlag beim Aufsteiger und Tabellenletzten FV Wiehl II mit 3:2 (1:2) und steht damit nach fünf Spieltagen mit nur vier Punkten auf Abstiegsplatz 15. Die Partie im Bergischen begann eigentlich gut für den SVW, denn nach nur 5 Minuten war Raffa Prescha zur Stelle und konnte die Gäste mit 0:1 in Führung schießen. Nach einer halben Stunde konnte Wiehls Florian Liebelt zum 1:1 ausgleichen. Der Ausgleich hatte aber nur 10 Minuten Bestand, ehe Raimund Schmitz seine Elf erneut mit 1:2 in Front bringen konnte. Mit der knappen Führung ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel sah es lange so aus, als ob der SVW das Spiel erfolgreich über die Runden bringen kann. Doch es sollte anders kommen. Albin Krasniqi sorgte zunächst vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit für den 2:2-Ausgleichstreffer für Wiehl nach einer gut herausgespielten Kombination über die rechte Seite. Nur ein paar Minuten später brachte Wiehls Thorben Riske den Ball per Standardsituation scharf in den Strafraum, wo Jannis Everding und ein SVW-Verteidiger sich um den Ball stritten, der schließlich im Tor landete. In der Statistik verbuchte der Schiedsrichter den Treffer als Eigentor. Dann war Feierabend auf der Walter-Lück-Sportanlage und der FVW gab die Rote Laterne an den Heiligenhauser SV ab, in der nächsten Woche Gegner des SV Westhoven-Ensen.

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Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
SV Westhoven-Ensen – Heiligenhauser SV

Trainer Markus Arendt stellt Traineramt zur Verfügung

Übungsleiter sieht auf Dauer keine gemeinsame Zusammenarbeit mehr – Ende einer fast 4-jährigen Ära!

Markus Arendt, Trainer beim Bezirksligisten SV Westhoven-Ensen, hat am vergangenen Dienstag Abend sein Traineramt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Dies teilte er dem Vereinspräsidium in Westhoven mit, was sich damit auf die Suche nach einem Nachfolger machen kann. Nach 3 Jahren und 3-monatiger hauptamtlicher Trainerarbeit beim SVW sieht er auf Dauer keine Zusammenarbeit mehr mit den Verantwortlichen und hat nach reiflicher Überlegung diesen Entschluss gefasst.

Arendt ist seit 2015 im Verein des SV Westhoven-Ensen, wo er in der Folgezeit 61 Bezirksligaspiele für den Club bestritt. Seit der Saison 2016/2017 war Arendt zunächst Co-Spielertrainer beim SVW. Ab der Spielzeit 2017/2018 wurde er hauptverantwortlicher Trainer an der Oberstraße und leitete die sportlichen Geschicke der I. Mannschaft. Bis zu seinem Rücktritt stand er dabei in 81 Spielen als SVW-Coach an der Seitenlinie, wo er 35 Siege einfuhr.

In seiner Trainingsarbeit gilt der sympathische 35-jährige Übungsleiter als absoluter Fachmann und akribischer Arbeiter, wo Disziplin und Engagement an oberster Stelle stehen. Unter den Trainerkollegen werden vor allem seine fachlich hochqualifizierten Spielanalysen und sein taktisches Fachwissen sehr geschätzt.

Der Fussballticker Porz-Online nahm Kontakt zu Markus Arendt auf, der sich spontan zu einem Kurz-Interview bereit erklärte.

Fussballticker Porz-Online:
„Markus, wie viele andere Fußballer waren auch wir über Deine Entscheidung überrascht, die es natürlich zu respektieren gilt. Was hat bei Dir letztlich zu der Entscheidung geführt, was waren Deine Beweggründe Deine Trainerarbeit in Westhoven zu beenden?“

Markus Arendt:
An erster Stelle möchte ich klarstellen, dass mein Rücktritt überhaupt nichts mit der sportlichen Situation oder mit der Mannschaft zu tun hat. Ich glaube Jeder im Verein und der Liga konnte den Saisonstart richtig einordnen. Wir hatten zwischenzeitlich sehr große Personalprobleme (9-11 Spieler) durch Verletzungen oder private Angelegenheiten, u.a. Hammes, Schmitz, Nienaber, Wesenberg, Brito, Hessel, Malgay usw., standen nicht zur Verfügung. Bei solchen Personalproblemen kommen selbst Top-Mannschaften wie Bayern München oder Manchester City an ihre Grenzen.

Wir konnten kein Mal mit derselben Elf auflaufen, waren immer gezwungen auf 2-3 Positionen zu tauschen. Natürlich war unser Saisonstart mit 4 Punkten aus 4 Spielen nicht zufriedenstellend, da haben wir uns alle mehr erhofft. Aber auch hier, 3 der 4 Gegner standen im letzten Jahr in der oberen Tabellenhälfte (SC West/Platz 8, FC Hürth II/Platz 3, TuS Marialinden/Platz 6). Gegen diese Mannschaften gewinnt man nicht einfach mal so im Vorbeigehen, die Bezirksliga ist dieses Jahr extrem ausgeglichen und jedes Spiel muss gespielt werden, das zeigen die Resultate an den ersten Spieltagen.

Es ist ja auch nicht so, dass wir wie der FC oder Schalke Ewigkeiten kein Spiel mehr gewonnen haben. Vor der Corona-Pause waren wir gut unterwegs, Platz 5 mit Tuchfühlung auf Platz 3 und 4, beste Hinrunde der Vereinsgeschichte und die zweitbeste Defensive der Liga. Es war eine kleine sportliche Krise, aber mit Sicherheit kein Dilemma. Nichts desto trotz hatte ich keinerlei Zweifel, dass ich der richtige Mann für diese Aufgabe gewesen wäre. Zum Thema Mannschaft. Das Trainer-Spieler-Verhältnis war absolut intakt und von Freundschaft/Menschlichkeit geprägt.

Klar hat man als Trainer zu dem einen Spieler ein super Verhältnis und zu einem anderen wiederum ein professionelles Verhältnis, andersrum genauso. Die Stimmung war sowohl auf als auch neben dem Platz immer sehr gut. Dies wurde mir von einem Großteil der Spieler bestätigt. Insbesondere in den letzten 2-3 Wochen habe ich von einigen Spielern positives Feedback zu Trainingsinhalten, Coaching oder Ansprachen erhalten.

Um auf deine Frage zu antworten: Der Grund warum ich in Westhoven zurückgetreten bin, ist der, dass für mich keine Zusammenarbeit mehr mit Oliver Thoss (Sportlicher Leiter) und Christian Vonthron (Sportdirektor/2. Vorsitzender) möglich ist. Mehr möchte ich an der Stelle auch nicht sagen…

Die Entscheidung ist mir extrem schwer gefallen, weil jeder weiß was ich für eine Zeit und Energie in den Verein gesteckt habe und wie sehr ich mit dem Herzen an Westhoven hänge. Ich hätte gerne weiter gemacht, aber nicht unter diesen Umständen. Ich stehe zu 100% hinter der Entscheidung, die sich richtig und gut anfühlt.

Fussballticker Porz-Online:
„Der SV Westhoven-Ensen war Deine erste Trainerstation. Wenn Du jetzt trotz aller Emotionalität auf die vergangenen 4-5 Jahre zurückblickst: Was nimmst Du für positive Aspekte mit, was würdest Du nachträglich anders machen?“

Markus Arendt:
“Ich hatte sowohl als Spieler, als auch als Trainer fünf wundervolle Jahre in Westhoven. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, Spieler, Zuschauer, AH oder Jugendtrainer. Natürlich hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, aber es ist wie es ist. Ich bin weder als Mensch perfekt noch als Trainer fehlerfrei, aber wer ist das schon. Ich war als Spieler immer schon sehr selbstkritisch mit meinen Leistungen, das bin ich als Trainer auch.

Mit Sicherheit hätte ich an der einen oder anderen Stelle mal was anders machen können, aber im Großen und Ganzen kann ich mir nicht viel vorwerfen. Ich habe bei meiner ersten Station als Trainer sehr viel mitgenommen, als Trainer habe ich mich entwickelt und als Mann bin ich gereift. Der SVW steht für Kameradschaft, Freundschaft, Familie, Menschlichkeit, Spaß, #liebedeindorf, das habe ich versucht zu verkörpern. An der Stelle möchte ich mich nochmal beim SV Westhoven (insbesondere bei allen Spielern) für die Zusammenarbeit bedanken und wünsche dem Verein nur das Beste.

Markus Arendt war während seiner aktiven Zeit in der Oberliga Nordrhein und A-Junioren Bundesligaelf von Viktoria Köln (damals noch SCB Viktoria Köln 1994), in der Mittelrheinliga beim FC Junkersdorf, in der Landesliga beim FC Bergheim 2000 und in der Bezirksliga beim SV Westhoven-Ensen unterwegs.

Fussballticker Porz-Online:
„Obwohl beim SVW in den letzten Jahren immer personell gut aufgerüstet wurde, scheint der Club von einem Stillstand befallen zu sein. Was fehlt aus Deiner Sicht zum großen Wurf?“

Markus Arendt:
„Zu einer erfolgreichen Saison gehören viele Faktoren: Spielglück, Schiedsrichterentscheidungen, Kader, Spielplan, Verletzungen, Spielerleistungen, Konkurrenz. Leider hatten wir in den vergangen Jahren nie alle Faktoren auf unserer Seite. Tabellarisch stimme ich dir zum „Stillstand“ zu.

Allerdings hat der SVW sich in den letzten Jahren insbesondere was Equipment angeht auf und neben dem Platz enorm weiterentwickelt. Das ist gar nicht vergleichbar mit dem SVW aus dem Jahre 2015. Ich werde nie die blauen Adidas Stutzen vergessen (… lacht…), eine Holzbank konnte man damit schleifen. Ich glaube uns ist es gelungen Westhoven in der Bezirksliga und in der Stadt Köln zu einer guten Adresse zu entwickeln.

Fussballticker Porz-Online:
„Trotz deiner langen Trainertätigkeit in Westhoven bist Du mit 35 Jahren immer noch ein junger Coach im Metier und hast Deine Erfahrungen gemacht. Wirst Du der Trainerarbeit weiter treu bleiben? Siehst Du darin Deine weitere sportliche Perspektive?“

Markus Arendt:
„Ich brauche jetzt erstmal meine Zeit um das Kapitel Westhoven abzuschließen und dann schauen wir mal. Irgendwie werde ich dem Fußball bestimmt verbunden bleiben, in welcher Form steht jedoch in den Sternen. Neben dem Trainer-Posten reizen mich aber auch andere Posten, sei es Co-Trainer in einer höheren Liga oder der Posten des Sportlichen Leiters.

Vielleicht trainiere ich aber auch einen meiner beiden Söhne (7 & 3 Jahre). Zu guter Letzt eine riesen Dankeschön an deine Person Werner. Ich habe mich immer gerne mit dir über Fußball ausgetauscht. Der Fußballticker Porz-Online ist für alle Porzer Fußballer jeden Montag eine Pflichtlektüre. DANKE!!! Und bleib weiter am Ball!

In eigener Sache:

Lieber Markus,

der Fussballticker Porz-Online möchte sich bei Dir ganz herzlich für die vielen Jahre der konstruktiven Zusammenarbeit bedanken. Über die Jahre hat sich nicht nur eine gute journalistische Zusammenarbeit ergeben, sondern wir haben uns auch gegenseitig als Mensch schätzen gelernt. Für mich als Medienvertreter war unser Austausch immer sehr aufschlussreich, besonders der Montagmorgen, wo Deine Analysen oftmals noch von der Emotionalität des Vortages gekennzeichnet waren, so als wäre das Spiel gerade erst abgepfiffen worden… Das hat Dich immer ausgezeichnet, dass ist Deine Art wie Du den Fußball lebst und war für uns eine gute Basis das Spiel für den Leser aufleben zu lassen.

Ich wünsche Dir für Deinen weiteren sportlichen und privaten Weg alles Gute. Danke für die tolle gemeinsame Fußballzeit, verbunden mit der Hoffnung das wir Dich „Porzer Jung“ irgendwann wieder in einer Trainerbox sehen.

Bleib gesund

Werner Kilian (Chefredakteur Fussballticker Porz-Online.de)

Dumme 2:0-Pleite! Germania Zündorf enttäuscht mit Pomade in Rheinsüd und rutscht ins Mittelfeld!

Lenard Stephen sieht nach Notbremse glatt Rot – Aufsteiger ließ Leidenschaft vermissen – Nächste Woche vs. Viktoria Frechen!

Der FC Germania Zündorf kassierte gestern im linksrheinischen FC Rheinsüd eine 2:0 (0:0)-Auswärtsniederlage und fiel dadurch auf Rang sieben in das obere Liga-Mittelfeld zurück. Hatte die Mannschaft in der Woche zuvor gegen das Spitzenteam der SpVg. Flittard mit 3:3 noch eine wahre Glanzleistung auf den Platz gezaubert, so war sie im Spiel beim FC Rheinsüd davon doch weit entfernt. Trainer Angelo Mule hatte in der Woche ein Freundschaftsspiel gegen die A-Junioren Bundesliga-Mannschaft des SC Fortuna Köln ausgemacht.

Hierbei schickte er seinen zweiten Anzug aufs Feld, wobei die Germania-Kicker gerade in der ersten halben Stunde regelrecht schwindelig gespielt wurden, dann aber besser in die Partie fanden und am Ende mit einem respektablen 1:3 gegen die Bundesliga-Kicker aus dem Match gingen. Nebenbei bemerkt zeigte die Begegnung eindrucksvoll das die Spielstärke einer A-Jugend Bundesligamannschaft durchaus im Landesliga- oder Mittelrheinligabereich der Senioren anzusiedeln ist.

Zurück zum Rheinsüd-Match: Die Germania war von Beginn an die spielbestimmende Elf, bekam aber in ihre Aktionen nicht das nötige Spieltempo hinein und wirkte in vielen Situationen einfach zu pomadig und träge. Kurz vor der Halbzeit hatten die Zündorfer Zuschauer den Torschrei auf den Lippen. Kevin Klein hatte sich durch die Rheinsüd-Defensive durchgetankt, scheiterte aber letztendlich am Rheinsüd-Keeper Oliver Zirwes der herauskam und die Situation entschärfen konnte. Auf Gastgeberseite war es Tim Becker, der im ersten Abschnitt die größte Torchance des FCR vergab, als er auf Germania-Keeper Maxim Albov zustürmte, ihn gekonnt umkurvte, dann aber lang am leeren Tor vorbeischob. Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt.

Der junge Lenard Stephen handelte sich gestern mit einer Notbremse die Rote Karte ein. Der Abwehr-Recke sollte das unter Erfahrungsschatz verbuchen, denn bei der Germania hat er bisher eine tolle Entwicklung genommen.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste die spielbestimmende Elf. Die Mule-Elf legte einen Gang zu und kam damit auch zu Tormöglichkeiten. Christian Kawka verpasste eine starken Flankenball von Sidar Terzi nur knapp, zwei Minuten später scheiterte Patrick Czaja mit einer Direktabnahme nach einer Ecke knapp am Gehäuse der Rodenkirchener. Sturmtank Behaija Karic hatte innerhalb von wenigen Minuten gleich zwei dicke Dinger auf dem Fuß. Zunächst scheiterte er nach einer guten Vorlage von Kevin Klein und wenig später konnte er einen maßgetimten Martinez-Freistoß nicht gut verarbeiten und fand in FCR-Keeper Zirwes seinen Meister.

Trainer Angelo Mule reagierte und investierte noch mehr in die Offensive. Für Kevin Klein kam Kadir Ala, mit vier Saisontoren und sechs Assist-Points derzeit der effektivste Germania-Akteur. Der Knick im Match dann in der 65. Minute: Ein Rheinsüd-Stürmer war durchgebrochen und konnte von Zündorfs Lenard Stephen nur per Notbremse gestoppt werden. Die Folge war klar: Referee Sven Clever verwies Stephen zurecht mit glattem Rot vom Platz. Der daraus resultierende 18m-Freistoß war dann eine Sache für FCR-Akteur Tim Becker, der die überraschende 1:0-Führung für die Gastgeber mit seinem 4. Saisontor folgen lies.

Zündorfs Coach brachte dann noch den Langzeit verletzten Fabian Mehring für Christian Kawka und erhoffte sich in der Offensive noch mehr Druck. Auf der anderen Seite hatte der Gastgeber schon das 2:0 vor Augen. Minvielle Cepeda scheiterte dabei in aussichtsreicher Position an Germanias-Schlussmann Albov und eine Minute später hatte Tim Becker mit einem Linksschuss in den kurzen Winkel eine gute Aktion, wo abermals Albov zur Stelle war und das Leder zur Ecke klären konnte.

Die Germania war gerade in der Schlussphase trotz der deutlichen Spielüberlegenheit nicht in der Lage, der Begegnung eine Wende zu geben. 5 Minuten vor Schluss dann die endgültige Entscheidung: Nach Vorlage von Hossein Tasoji über rechts stand Amadu Coulibaly am zweiten Pfosten blank und erzielte ebenfalls mit seinem vierten Saisontor den 2:0-Endstand. Dann war Schluss am Sürther Feld. Die Elf von Trainer Angelo Mule erwartet am nächsten Wochenende die DJK Viktoria Frechen im heimischen Jupp Röhrig-Sportpark.

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Angelo Mule (Trainer FC Germania Zündorf):
“Wir haben heute einen sehr trägen Auftritt hingelegt und haben es am Ende auch nicht verdient hier als Sieger vom Platz zu gehen. Für mich war das ein gebrauchter Tag. Der Mannschaft fehlt einfach noch die Ruhe und Geduld mit solchen Aufgaben umzugehen. Und auch in der Konstanz müssen wir uns verbessern. Gegen Heiligenhaus schlecht, gegen Flittard saustark und heute wieder schwach. Da passt einiges nicht zusammen, was wir in der Woche ansprechen und auch entsprechend bearbeiten müssen. Am nächsten Sonntag wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen. Heute ist es schade das wir den Anschluss nach oben nicht halten konnten.”

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
Germania Zündorf – DJK Viktoria Frechen

5:0-Klatsche! Lebloser VfL Poll erlebt in Marialinden fürchterliches Waterloo und verliert die Führung!

Zuschauer sehen enttäuschende Vorstellung der Trovato-Elf – In der Woche auch Pokal-Aus – Jetzt kommt der FV Wiehl II!

Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein fuhr der VfL Poll am gestrigen Sonntag zum Meisterschaftsspiel bei TuS Marialinden. In der Woche hatte die Mannschaft wieder ein 120 Minuten-Pokalspiel plus ein verlorenes Elfmeterschießen (2:2, 3:3 n.V., 9:10 i.E. vs. BW Köln) in den Knochen, womit die Equipe aus dem Kreispokal ausschied. So konnte man gespannt sein wie sich die Mannschaft im Bergischen präsentierte. Was die Fans allerdings dort erlebten, ließ nicht nur sie mit großem Kopfschütteln zurück, denn die Mannschaft fing sich eine deftige 5:0 (3:0)-Niederlage ein und bot dabei eine grottenschlechte Vorstellung.

Auf der anderen Seite war der TuS nicht mehr wieder zu erkennen, denn er hatte sich beim vorwöchigen 0:0 beim SV Westhoven-Ensen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das erlebte Debakel in Marialinden reichte dann aus, um vom Meisterplatz auf Rang 3 zurückzufallen, was allerdings immer noch beim VfL in der Gesamtbilanz als hervorragend deklariert werden muss. Trainer Salva Trovato war dann auch nach der Partie sichtlich enttäuscht, konnte sich aber schnell mit einem klaren Statement abfinden: „Wir haben heute überhaupt nicht stattgefunden und haben zurecht eine solche Klatsche bekommen…“, waren klare Worte des Poller Coach.

Bereits nach 8 Minuten war es Andre Peters der auf Vorlage von Finn Dörmbach die Hausherren mit 1:0 in Führung bringen konnte. Zwei Minuten später war der vorherige Vorlagengeber Dörmbach erfolgreich und erzielte mit einem Kopfball nach 10 Minuten bereits das 2:0. Der VfL präsentierte sich erschreckend schwach, war kämpferisch und spielerisch klar unterlegen und fand überhaupt keine Bindung zum Spiel. So war dann auch der Treffer zum 3:0 durch Maxwell Nascimento in der 44. Minute die richtige Quittung der Bergischen. Polls Trainer Trovato versuchte dann mit einigen Wechseln etwas Spielkultur in sein Spiel zu bekommen, doch die Mühe war vergebens.

Auf Vorlage von Marco Schroetter war Rene Engelbertz in der 70. Minute zur Stelle und stocherte das Leder mit dem Knie zum 4:0 für die Hausherren über die Torlinie. Den Schlusspunkt setzte dann Marc Franke in der 90. Minute, wo Marco Schroetter sich den Assist-Point einheimste. Franke musste nur noch in Gerd Müller-Manier abstauben und besiegelte damit die erste Saisonniederlage des alten Tabellenführer. Der VfL Poll erwartet am kommenden Wochende den Aufsteiger FV Wiehl II, der gegen den SV Westhoven-Ensen mit 3:2 der erste Saisonsieg gelang.

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Salva Trovato (Trainer VfL Poll):
“Ich bin natürlich sehr enttäuscht über das Auftreten, das habe ich der Mannschaft auch gleich nach der Begegnung deutlich kommuniziert. Wir waren heute einfach nicht auf dem Platz, wir haben einfach nicht stattgefunden. Es war keine Leidenschaft, keine Wille und kein Aufbäumen sichtbar. Ein Teil ist sicher auf den langen Pokalabend zurückzuführen, aber so darfst du dich in der Bezirksliga nicht präsentieren. Marialinden war zwar nicht die Übermannschaft, aber mit ihrer Willensstärke waren wir an dem Tag ein gutes Opfer. Natürlich muss ich der Mannschaft auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen, aber das Auftreten geht nun wirklich nicht.”

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
VfL Poll – FV Wiehl II

Die aktuelle Tabelle wird präsentiert:

Der Spieltag wird präsentiert:

Prometheus sichert sich mit Leistungssteigerung ein wichtiges 2:2 bei SpVg. Flittard II!

Schwerm und der überragende Rountas treffen – Neuer Vereinsname “FC Prometheus Italia Porz e.V.” jetzt offiziell!

Der GSV Prometheus Porz kam im Kölner Norden bei der SpVg. Flittard II zu einem 2:2 (1:0)-Unentschieden. Doch die Nachricht des Tages ereignete sich bei Prometheus bereits Mitte der vergangenen Woche. Denn da wurde die angestrebte Namensänderung in „FC Prometheus Italia 1964 e.V.“ auch vom Amtsgericht Köln durchgewunken, so dass der neue Name ab sofort Gültigkeit besitzt. Im Meisterschaftsspiel in Flittard wurde die Elf von Trainer Natale Giarrizzo eiskalt erwischt. Bereits nach 60 Sekunden lag die Mannschaft mit 1:0 durch ein Eigentor von Marvin Weber zurück.

Die Gäste waren geschockt, konnten sich zunächst nicht vom Rückstand erholen und liefen in den ersten 20 Minuten der Partie hinterher. Erst Mitte der ersten Hälfte kam Prometheus besser ins Spiel, wobei allerdings der herrschende Gegenwind den Prometheus-Akteuren enorm zu schaffen machte. Mit der knappen Pausenführung für die SpVg. ging es in die Halbzeit. Im zweiten Spielabschnitt war Prometheus nicht mehr wiederzuerkennen. Die Mannschaft leistete sich weniger Aufbaufehler, konnte im Spielaufbau gefallen und kam auch konsequenterweise durch Michael Schwerm in der 64. Min. zum 1:1-Ausgleich.

Schwerm nutzte dabei einen Abpraller des Flittarder-Keeper und versenkte das Leder unhaltbar zum Ausgleich. Der Jubel des GSV hielt allerdings nur 8 Minuten. Nach einem Eckball der Hausherren war man in der GSV-Defensive ungeordnet und Flittards-Stürmer Denis Schneiders nutzte einen Deckungsfehler zur erneuten 2:1-Führung für die Gastgeber. Die Giarrizzo-Elf liess aber nicht die Köpfe hängen und stemmte sich gegen die drohende Niederlage.

Hier stach dann Prometheus-Spielmacher Kevin Rountas heraus, der das Spiel an sich riss und die Prometheus-Offensive stark belebte. Rountas riss das ganze Team mit, was jetzt noch mal eine ordentliche Schüppe drauflegte. Es passte dann auch ins Prometheus-Drehbuch das Rountas in der 85. Min. doch noch der verdiente 2:2-Ausgleich gelang. Mit einem satten Schuss in die linke untere Ecke bezwang er den SpVg-Keeper. Die letzten Minuten brachten die Gäste routinemäßig über die Runden und fuhren mit einem Punktgewinn zurück nach Porz.

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Natale Giarrizzo (Trainer FC Prometheus Italia Porz):
„Ich habe heute eine passable Leistung meiner Mannschaft gesehen. Wir müssen in Zukunft noch etwas mutiger werden und in der Offensive einfach mehr Akzente setzen. Ich bin guter Dinge, dass wir in der nächsten Woche Schwarz-Weiß Köln auf Augenhöhe begegnen.“

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
FC Prometheus Italia Porz – SC SW Köln

Die aktuelle Tabelle wird präsentiert:

Der Spieltag wird präsentiert:

3 : 1! RSV Urbach schleppt sich zu weiterem Dreier vs. Borussia Kalk II

Grigoriadis, Wortmann und Denes sichern späten Sieg – Zuschauer bekamen mäßige Partie zu sehen – Jetzt nach Hohenlind IV!

Am Ende des Tages müssen auch solche Spiele gewonnen werden, auch wenn man sie danach möglichst schnell wieder aus der Erinnerung streichen möchte. Der RSV Urbach ging nach dem fulminanten Erfolg in der Vorwoche gegen Alkenrath (6:2) als haushoher Favorit in das Match, zumal Kalks Reserve ersatzgeschwächt im Autohaus Schmitz-Sportpark antreten musste. Ein Freistoß in der 6. Minute durch Marius Baar war noch nicht platziert genug, aber man merkte zu Beginn, dass die Urbacher sofort ein klares Statement abgeben wollten, wer der Herr im Hause ist.

Ein Wackler von Schlussmann Niklas Kromen hätte die Bemühungen jedoch beinahe zunichte gemacht, als er in der 10. Minute den Ball nicht entscheidend klären konnte und anschließend Miro Margeta für ihn auf der Linie per Kopf klären musste. Kurz darauf nahm dann aber alles den vermeintlich erwarteten Lauf. Nach einer Ecke von Marius Baar, kam der Ball über Stefan Theißen und Markus Engelhardt zu Valandis Grigoriadis, der aus 10 Metern eiskalt abschloss und das 1:0 markierte. Die Hausherren waren im Anschluss aber überraschenderweise nicht in der Lage, mit der nötigen Konzentration weiterzuspielen um das Match frühzeitig zu entscheiden.

RSV-Neucoach Rasim Hasanovic freute sich nach dem holprigen Start über einen weiteren Saisonsieg. Mit einem kurzfristigen Testspiel am heutigen Montagabend gegen den TSV Merheim will er weitere Aufschlüsse zum Feinschliff erlangen.

Im Gegenteil, nach einem Fehler von Baar hatte Kalk in der 21. Minute die Chance zum Ausgleich, welche aber nicht genutzt werden konnte. In der Folgezeit war Urbach besser, tat sich aber ungewohnt schwer in der Spielgestaltung und wenn es dann Einschussmöglichkeiten gab, wurden diese teilweise kläglich vergeben. Grigoriadis ließ heute seine Gedankenschnelligkeit im Spielaufbau vermissen und die Chancenverwertung von ihm und auch im besonderen Maße von Markus Engelhardt war heute schlichtweg mehr als verbesserungswürdig, wenn man es nett ausdrücken möchte.

Kalk schwächte sich dann noch zusätzlich selbst, denn nach einer Notbremse am durchgebrochenen Dominik Krauskopf musste Nico Schäfer in der 42. Minute den Platz verlassen und Urbach hatte die Möglichkeit eine Halbzeit lang in Überzahl zu spielen. RSV-Coach Rasim Hasanovic brachte Andre Wortmann für den angeschlagenen Krauskopf und Urbach suchte jetzt die schnelle Entscheidung. Attila Denes scheiterte in der 49. Minute mit einem Fernschuss an Schlussmann Tekman und Janik Scheers Kopfball in der 50. Minute ging knapp daneben.Nach diesem kurzen Strohfeuer verloren die Hausherren aber plötzlich den Faden und die Kalker Reserve hatte ihre beste Phase im Spiel.

Trotz numerischer Unterlegenheit wurden sie mutiger und kamen, angetrieben von Routinier Frank Schumacher, immer häufiger in die Urbacher Hälfte, wo der RSV zunehmend nur noch reagierte und abwartete. So kam es dann in der 66. Minute wie es kommen musste. Burhan Akduman tankte sich im Strafraum durch, profitierte noch von einem Missverständnis zwischen Götz und Sobczyk und traf elegant zum 1:1 Ausgleich. Der Frust über dieses unnötige Gegentor wurde aber schnell abgeschüttelt und der RSV blies zur Schlussoffensive. Hasanovic brachte mit Mirco Cwikowksi und Yannick Hennemann frische Kräfte ins Spiel und bereits in der 70. Minute hätte Grigoriadis das 2:1 machen müssen, sein Abschluss aus 12 Metern war jedoch zu unpräzise und Tekmann parierte stark mit dem Fuß.

Die Zeit rannte den Urbachern mehr und mehr davon und Kalk wollte den Punkt unbedingt mitnehmen. Nach einer weiteren vergebenen Großchance von Grigoriadis in der 83. Minute hatten schon einige der Zuschauer die Hoffnung aufgegeben, aber Andre Wortmann traf dann doch noch zum 2:1 in der 84. Minute nach schönem Zuspiel von Grigoriadis. Das war die Entscheidung, Kalk gab sich zwar nicht auf, aber die Luft war raus. Markus Engelhardt hätte in der 87. Minute den Sack komplett zu machen müssen, schoss aber aus drei Metern am Tor vorbei, ehe es dann Denes kurz darauf besser machte und den 3:1 Endstand markierte.

Große Freude herrschte nach dem 3:1-Erfolg über Kalk II. Auch wenn die Equipe keinen Leckerbissen servierte, kletterte man im Tableau auf Rang 6.
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Guido Kromen (Teammanager RSV Urbach):
Es war sicher ein sehr mühevoller Dreier, aber das zählt am Ende des Tages. Einige sind heute hinter ihren Möglichkeiten geblieben, trotz Überzahlspiel.”

So spielte der RSV Urbach:
Niklas Kromen, Tobi Götz, Stefan Theißen (70. Mirco Cwikowski), Paul Sobczyk (74. Yannick Hennemann), Attila Denes, Marius Baar, Miro Margeta, Markus Engelhardt, Valandis Grigoriadis (86. Ibrahimi Sankhon), Dominik Krauskopf (46. Andre Wortmann) und Janik Scheer

So spielte Borussia Kalk II:
Halil-Ibrahim Tekman, Dissekoua Kei (64. Murat Parmak), Nico Schäfer, Luca de Carmine (58. Christian Mohr), Frank Schumacher, Pascal Flohr, Burhan Akduman, Mike Steven Keou Tientcheu (46. Juled Jasari), Dennis Fabian Kinder, Bilal El Khannaji und Marc Philavanh

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
Bor. Lindenthal/Hl. IV – RSV Urbach

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Die aktuelle Tabelle wird präsentiert:

Der Spieltag wird präsentiert:

Erbittertes 2:2 im Derby! SV Westhoven-Ensen II verpasst Dreier im Langeler Wembley!

Ambrosius und L. Jansen entschärfen Doppelpack von Reuten – Coach Puchelski lobt Moral nach 0:2-Rückstand!

Eine Woche nach dem eindrucksvollen 7:1-Sieg gegen den Tabellenführer SV Adler Dellbrück 2 wollte die Zweitvertretung des SV Westhoven-Ensen ihren Lauf fortsetzen und weitere drei Punkte in Langel einfahren. Für den TuS Langel galt es dagegen die Niederlage gegen Bosna Köln aus der Vorwoche vergessen zu machen und den Anschluss am oberen Tabellendrittel zu halten. Die gewohnt schwierigen Platzverhältnisse im Langeler Wembley sollten dabei der Heimmannschaft in die Karten spielen.

Nachdem der eine oder andere Maulwurfhügel platt getreten wurde, konnte die Partie pünktlich angepfiffen werden. Beide Mannschaften setzten auf lange Bälle, um riskante Ballverluste durch versprungene Pässe oder Ausrutscher auf dem matschigen Boden im Aufbauspiel zu vermeiden. So entstand ein zerfahrenes, kampfbetontes Spiel, in dem die Gastmannschaft leichte Vorteile hatte, sich jedoch schwertat, ihre Angriffe mit gefährlichen Torabschlüssen zu finalisieren. Ein Kopfball aus elf Metern von Peter Griesberg in der 12. Minute war dabei die größte Chance für die Westhovener in der Anfangsphase die Führung zu erzielen.

Ein Doppelschlag des Langelers Lukas-Robin Reuten sorgte dann für die ersten Tore im Porzer Derby. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld in der 19. Spielminute stand der Stürmer mutterseelenallein am zweiten Pfosten und wuchtete das Leder mit dem Kopf in die Maschen der Westhovener. Nur zwei Minute später profitierte Reuten von einem Pass in die Spitze, der der Gästeabwehr über die Schlappen rutschte. Im 1:1-Duell mit Keeper Sebastian Smolka schob er den Ball überlegt ins Eck und besorgte der Heimmannschaft die glückliche 2-Tore-Führung. Der SV Westhoven behielt auch nach dem Rückstand ihre leichte spielerische Dominanz, aber schaffte es nicht ihre Angriffe mit Erfolg zu Ende zu spielen, was nicht zuletzt an dem harten Zweikampfverhalten der Langeler Abwehrreihen lag.

Langels Lukas Robin Reuten besorgte mit einem Doppelschlag die zwischenzeitliche 2:0-Führung des TuS, die aber am Ende nicht reichte.

In der zweiten Halbzeit fand das Spiel dann fast ausschließlich in der Hälfte der Heimmannschaft statt. Ein Angriff nach dem anderen brachte die Hintermannschaft des TuS Langels ins Schwimmen und das erste Tor für die Westhovener schien nur eine Frage der Zeit zu sein. In der 50. Minute hatten die Gäste schließlich ihre größte Chance an die Langeler Führung anzuschließen. Als Fabian Schulze im 16er gefällt wurde und der Referee konsequenterweise auf Strafstoß entschied, war das 2:1 näher den je. Doch auch hier spielte der Platz für die Gastgeber mit, denn der Strafstoßschütze Christian Wexeler rutschte leicht weg und brachte den Schuss nicht platziert genug auf das Tor. Zudem behielt der Langeler Keeper die Nerven und konnte den strammen Schuss parieren.

Trotz ihres Unglücks steckten die Gäste nicht auf und erspielten sich immer wieder gefährliche Chancen. Der Goalgetter Denis Ambrosius sorgte dann für den ersten Westhovener Torerfolg in der 67. Spielminute. Ein Steckpass von Christian Wexeler schloss er überlegt ins kurze Eck zum 2:1 ab, nachdem er noch einen Abwehrspieler umkurvte. Die zweiten Jubelrufe der zahlreich angereisten Gästefans erklangen dann nur sieben Minute später, als Lars Jansen eine Flanke seines Bruders Niels mit dem Kopf über den Innenpfosten ins Tor platzierte – 2:2!

Von ihrem Fan-Anhang mächtig unterstützt spielten die Gäste jetzt auf einen Auswärtssieg. Doch mit diesem sollten sie nicht belohnt werden. Dem eingewechselten Besnik Kurteshi fiel 5 Meter vor dem leeren Tor das Leder noch vor die Füße, aber das Spielgerät versprang, wie so oft an diesem Sonntag und er setzte es neben den Langeler Kaasten. Gefrustet von einem Unentschieden, das sich angesichts der zahlreichen Tormöglichkeiten wie eine Niederlage anfühlt, empfängt die II. Mannschaft des SV Westhoven-Ensen am nächsten Spieltag den punktlosen FC Anadolu e.V. Köln. Derweil gastiert der TuS Langel bei Tabellenführer Mevlana Köln.

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Eric Puchelslki (Trainer SV Westhoven-Ensen II):
“Was wir uns vorgenommen haben, konnten wir auf einem schwer bespielbaren Platz nicht umsetzen. Durch zwei dumme Stellungsfehler bzw. Unkonzentriertheiten liegen wir 2:0 zurück. Dennoch waren wir nicht am Boden, haben immer an uns geglaubt und wenn man bis zur 70. Minute (!) 2:0 zurückliegt und dann noch 2:2 spielt, muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Auch wenn es sich nach den ganzen Chancen wie eine Niederlage anfühlt, muss ich stolz sein, dass wir uns nie aufgegeben haben.”

Day 06 – Sonntag, 11.10.2020
Mevlana Porz – TuS Langel

SV Westhoven-Ensen – FC Anadolu

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Kreisliga D

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Ramba Zamba 10:0! Mädels der SpVg. Wahn-Grengel zerlegen Buchheim in Schutt und Asche!

Werner (5), Fama (3), Thenenbach und ein Eigentor machens zweistellig – SpVg. rückt vor auf Platz 2!

Die Mädels der SpVg. Wahn-Grengel kamen im gestrigen Meisterschaftsspiel gegen die DJK Viktoria Buchheim zu einem klaren 10:0 (5:0)-Heimsieg. Im vergangenen Jahr war die Viktoria noch Liga-Neuling und teilweise überfordert, was sich aber in dieser Saison gemessen an den Ergebnissen enorm verbessert hatte. Dementsprechend ging die SpVg. gewarnt ins Match, hatte aber am Ende aber doch ein sehr leichtes Spiel. Trainer Matthias Strupp setzte auf eine Dreier-Kette in der Abwehr, womit der Gegner ordentlich unter Druck gesetzt und beschäftigt wurde. Nach nur 120 Sekunden gelang Sabrina Thenenbach der 1:0-Führungstreffer.

Die Viktoria war sichtlich mit der Aufgabe überfordert und erhöhte das Resultat auf 2:0 mit einem Eigentor. Chiara Fama war auf Seiten der SpVg. wieder mit von der Partie und erzielte noch im ersten Abschnitt mit einem Hattrick drei Tore, womit man 5:0 in die Pause ging. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nicchts am Spielverlauf, wo sich die Ergänzungsspielerinnen nahtlos ins SpVg-Getreibe einfügten. Die Treffer zum 6:0, 7:0, 8:0, 9:0 und 10:0 gingen allesamt auf das Konto von Torjägerin Claudia Werner. Buchheim war mit dem Ergebnis noch gut bedient.

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Matthias Strupp (Trainer Damen SpVg. Wahn-Grengel):
Mit unserer Leistung bin ich sehr zufrieden. Wie wir unsere Chancen kreiierten war mustergültig. Die Dreier-Kette hat auch gut funktioniert. Bei einem Gegner der nur auf diesen einen Konter lauerte und mit Frau und Maus hinten drin stand, haben wir uns spielerisch gut aus der Affäre gezogen. Nach meinen Hinweis in der Pause das ich noch nicht Claudia Werner als Torschützin notiert habe, legte Claudia dann gleich fünf Tore nach…”

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Verantwortlich i.S.d. Redaktion: Werner Kilian

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