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In diesem Jahr startet das traditionelle Rennen am Sonntag, dem 11. September um 11 Uhr wieder an der Gaststätte Jägerhof an der Hauptstraße.

Die die teilnehmenden Gruppen werden sich an das gemeinsame Motto „ZÜNDORF 2050“ halten. Die Gestaltung der Karren sind wohl keine Grenzen gesetzt. Womit wird man im Jahre 2050 mit welchen Fahrzeugen über welche Straßen fahren? Wird es zusätzlicher Kirchtürme geben?

Die Rennstrecke wurde über die Hauptstraße und Burgweg verlängert über die Kirchstraße vorbei am Spielplatz über den ganzen Marktplatz zur Siegerehrung an die Groov Terrasse geführt. Die Gaststätten an der Rennstrecke werden wieder viele Tankstellen zum Nachtanken einrichten. Gerne kann sich noch eine Mannschaft unter info@zuendorfer-ortsvereine.de anmelden. Das Preisgericht stellen dabei meist die Vorsitzenden der Ortsvereine und die örtlichen Pfarrer. Es werden dann nicht immer die schnellsten, sondern die originellsten Karren bzw. Mannschaften ausgezeichnet. Für alle aktiven Teilnehmer spendiert der Wirt der Groov Terrasse nach dem Rennen wieder einen großen Kessel Erbsensuppe.

Musikalisch wird das Rennen wieder von der Veedelskapell „Blos mer jet“ begleitet. Diese spielt noch weiter ab etwa 12.30 Uhr ein rheinisches Mitsingkonzert.

Die Ortsvereine freuen sich wieder über rege Publikumsteilnahme.. Sicherlich kann man dazu wieder die „Zündorf-Fahne“ raushängen.

Erläuterung:

Die Schürreskarre (Schiebekarre) ist eine einrädrige Holzkarre, die früher vorwiegend in der Landwirtschaft benutzt wurde um schwere, sperrige Lasten zu transportieren. Ein Rennen mit den Schürreskarren ist ein sportlicher Wettbewerb mit Hindernissen. Über die Entstehung des Brauchtums „Schürreskarrenrennen“ kann man nur mutmaßen, da es keine schriftlichen Hinweise gibt. Entstanden ist der Brauch um 1900 im Bergischen Land. Dort wird er auch nur noch irgendwie im Zusammenhang mit üblichen Dorffestlichkeiten wie der Kirmes oder der Maifeier gepflegt. Nach dem ausgedehnten Frühschoppen sollen des Gehens nicht mehr fähige Männer von ihren Ehefrauen mit der Schürreskarre nach Hause transportiert worden sein

Im Rennen muss der Schieber den Geschobenen vor den Augen der zahlreichen Zuschauer über die festgelegte Wegstrecke befördern, wobei nicht immer der schnellste gewinnt. Es wird stets auf den Einsatz der originalen Holzkarre Wert gelegt Auf diesem Weg müssen die aufgebauten Hindernisse bewältigt werden. Beispielsweise müssen Wippen befahren werden oder hoch gehängte Dinge sollen erreicht werden. Auch soll mit der Karre Slalom um Hindernisse gelenkt werden. Andererseits geht es bei einem Schürreskarrenrennen auch um originelle Darstellung von ortsbezogenen Angelegenheiten. Die Karren werden in der Regel mit phantasievollen Aufbauten versehen

Das Schürreskarrenrennen ist in Verbindung mit dem Patronatsfest Mariae Geburt ein weiterer Beleg dafür, dass es auch in unserer heutigen schnelllebigen Zeit Personen gibt, welche alte Bräuche zur Freude der Bevölkerung am Leben erhalten

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