• Beitrags-Autor:

Das Verfahren zur Planung von „Zündorf II“ wird unterbrochen

Verwaltung will vor dem nächsten Workshop offene Fragen zu klären versuchen

Die Stadt Köln hat eine wesentliche Forderung des Bürgervereins Zündorf e.V. erfüllt. Der für Mitte April geplante und inhaltlich entscheidende „Zielfindungs-Workshop“ zu dem städtebaulichen Wettbewerb ist (heute, am 27. März) abgesagt worden. Ein neuer Termin soll voraussichtlich im September stattfinden. Vorher sollen „noch bestehende Fragestellungen insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Umgehungsstraße umfassend“ geklärt werden, heißt es in einer Mitteilung des beauftragten Planungsbüros vom 27. März.

„Ich bin froh, dass unsere Argumente offenbar in letzter Minute gehört worden sind“, kommentiert Hans Baedorf, 1. Vorsitzender des Bürgervereins, die Nachricht. So wird vermieden, dass rund eine dreiviertel Million Euro in den Sand gesetzt wird. „Bevor man Städteplaner an eine so gigantische Maßnahme heranlassen kann, müssen die Voraussetzungen geklärt sein, ob überhaupt und – falls ja – in welchem Umfang gebaut werden kann.“ Neben den Verkehrsthemen, bei denen der Bürgerverein große Unstimmigkeiten bei der Straßenplanung aufgedeckt hatte, sind aber auch viele wichtige Fragen beim Umwelt-, Klima- und Wasserschutz offen. „Auch diese müssen vor einer Fortführung der Planung durch unabhängige Gutachten beantwortet werden“, ergänzt Reiner Lindlahr, 2. Vorsitzender des Bürgervereins Zündorf e.V.

 

Der Bürgerverein wird deshalb bei den politisch Verantwortlichen weiter auf eine fachlich fundierte Vorgehensweise drängen und seine Recherchen fortsetzen. „Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung, zu der wir unsere über 160 Mitglieder für den 27. April einladen werden, wird auch darüber zu reden sein, wie wir unseren berechtigten Forderungen weiteres Gehör verschaffen können“, kündigt Hans Baedorf abschließend an.

Teile jetzt diesen Beitrag - Vielen Dank für Deine Unterstützung!