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DLRG Lülsdorf: Apnoetauchen

Neues Angebot der DLRG Lülsdorf „ Apnoetauchen“

Niederkassel, 19. Februar 2015 – Ab dem 27.Februar 2015 bietet die DLRG Ortgruppe Lülsdorf, als neues Angebot für ihre Mitglieder, Apnoetauchen an.

Was ist Apnoetauchen oder auch Freitauchen genannt? Mehr als das man dabei mit nur einem Atemzug taucht und einem, anders als beim Gerätetauchen, keine weitere Luft zur Verfügung steht, werden die meisten nicht wissen. Aus diesem Grund finden Sie auf unserer Internetseite www.luelsdorf.dlrg.de ein Interview (s.auch unten) mit Olcay Evkuran (44), er ist Apnoe-Tauchlehrer und wird das Training zukünftig im Helmut-Loos-Bad leiten. Das Interview führte Georg Melchers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der DLRG Ortsgruppe Lülsdorf.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ist mit bundesweit über einer Million Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. In mehr als 1.800 örtlichen Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr rund sechseinhalb Millionen ehrenamtliche Stunden für die Menschen in Deutschland. Schirmherr der DLRG ist der Bundespräsident Joachim Gauck.

 

DLRG: Hallo Olcay, du bist ja schon seit Jahren bei unseren Gerätetauchern aktiv.
Stell dich doch bitte kurz vor.
Olcay: Hallo Georg, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe einen 18-jährigen Sohn. Ich war
Berufssoldat bei der Deutschen Marine und bin im April 2013 auf eigenen Antrag vorzeitig in
Ruhestand gegangen, um mich anderen Zielen zu widmen.

DLRG: Darunter sicher auch dem Apnoetauchen, was versteht man darunter?
Olcay: Beim Apnoetauchen (griechisch für Atemstillstand bzw. ohne Atem) geht es darum, mit nur
einem Atemzug zu tauchen. Mit dem Ziel, eine möglichst lange Strecke zurückzulegen, eine große
Tiefe zu erreichen oder lange Zeit (bewegungslos mit dem Gesicht nach unten im Wasser liegend)
zu tauchen.

DLRG: Wie bist du auf die Idee gekommen Apnoetauchen auszuprobieren?
Olcay: Als Weiterbildung für das Gerätetauchen werden verschiedene Spezialkurse (SK)
angeboten. Unter anderem auch die SK Apnoe I und Apnoe II. Im Jahr 2006 und 2007 hatte ich die
Gelegenheit, diese zu absolvieren. Mein Grundgedanke war, wer ohne Presslufttauchgerät
tauchen kann, ist auf jeden Fall ein ruhigerer und entspannterer Gerätetaucher. Ich war jedenfalls
fasziniert und mein Interesse mehr zu erfahren sowie dazuzulernen, wuchs zunehmend.

DLRG: Wo / welche Ausbildung hast du gemacht?
Olcay: Wie bereits erwähnt, habe ich im Jahr 2006 mit dem Apnoetauchen begonnen. Meinen
ersten Apnoetauchschein habe ich ein Jahr später erworben. Danach durchlief ich meine
Ausbildung vom 2 – 4-Sterne-Taucher, sowohl beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), als
auch international bei der Association Internationale pour le Développment de I’Apnée (AIDA). Im
letzten Jahr habe ich die AIDA-Tauchlehrerausbildung bei einem der Spitzensportler und
mehrfachen Weltmeister (Carlos Coste) erfolgreich absolviert. Für die Tauchlehrerqualifikation
beim VDST fehlt mir nur noch die praktische Prüfung, diese wird im August dieses Jahres
stattfinden. Darüber hinaus habe ich diverse Yoga-Workshops absolviert, da es üblich und
hilfreich ist, sich vor dem Tauchen mithilfe spezieller Yogaübungen vorzubereiten.

DLRG: Was reizt dich beim Apnoetauchen am meisten?
Olcay: Abschalten zu können – mittels spezieller Techniken, innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu
erlangen, die es mir ermöglichen, entspannt zu tauchen und so über mich hinauszuwachsen.

DLRG: Kann jeder Apnoetauchen oder gibt es Einschränkungen?
Olcay: Im Prinzip schon!
An unserem Training können grundsätzlich alle Interessenten, frühestens mit Vollendung des 16.
Lebensjahres und Einverständnis der Eltern, teilnehmen.
Klar dürfte jedem sein, wer Freitauchen möchte, muss zunächst einmal schwimmen können.
Darüber hinaus ist ein gewisses Maß an körperlicher Fitness erforderlich. Die Ohren müssen in
Ordnung sein, damit der Druckausgleich problemlos durchgeführt werden kann. Bei Problemen
mit dem Herz-Kreislauf-System sowie Erkrankungen der Lunge ist vom Freitauchen abzuraten.
Letztlich entscheidet jedoch der Arzt, der den Taucher auf seine Tauchtauglichkeit untersucht.
Mehr Informationen zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung gibt es beim ersten Training.

DLRG: Was erwarten die Teilnehmer bei deinem Training?
Olcay: Ich würde sagen, umgekehrte Verhältnisse. Nämlich, mit weniger Krafteinsatz mehr
erreichen. Im Apnoetauchen sind innere Ruhe und besonnenes, ausgeglichenes Vorgehen der
Schlüssel zum Erfolg. In meinem Training wird es daher darum gehen, die Selbstwahrnehmung zu
schärfen, um letztlich hierüber die gewünschte und erforderliche Entspannung und vielleicht für
den ein oder anderen auch eine neues Körpergefühl zu erlangen.
Mir ist wichtig zu erwähnen, dass unser Training nicht leistungsorientiert ist und es auch nicht
darum geht Wettkämpfe zu bestreiten.

Zeitplan/Struktur
19:45 Uhr Treffen im Vorraum des Schwimmbades
20:00 – 20:35 Uhr Yoga, Atem- und Entspannungsübungen außerhalb des Wassers
20:45 – 21:45 Uhr Zeit- und Streckentauchen – hierbei Techniktraining und
Partnersicherung

Was ist mitzubringen:
Tauchermaske, Schnorchel und Schwimmbadflossen (ABC-Ausrüstung) und wer hat, eine
Yogamatte. Andernfalls geht es erst mal auch mit einem Badetuch. Darüber hinaus bitte für die
Yogaeinheit leichte Sportbekleidung (kurze Hose und T-Shirt) mitbringen.

Teilnehmermeldung:
Interessenten melden sich bitte unter apnoetauchen@luelsdorf.dlrg.de
Bitte habt dafür Verständnis, dass der Teilnehmerkreis aufgrund der örtlichen Gegebenheiten
zunächst auf 10 Personen begrenzt ist.

DLRG: Danke Olcay für das Interview, wir wünschen Dir viel Erfolg und rege Teilnahme bei deinem
Training.

Olcay: Vielen Dank Georg

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